BPH
Die benigne Prostatahypertrophie (gutartige Prostatavergrößerung) ist eine der häufigsten Männerkrankheiten. Warum die Prostata mit zunehmendem Alter an Größe zunimmt, ist nicht eindeutig geklärt. Nachweisbare Einflussgrößen sind jedoch:- männliche Hormone (Eunuchen kannten das Problem BPH nicht)
- erbliche Veranlagung (in Asien ist die BPH auch in hohem Alter kein häufiges Problem)
- Ernährung (fett- und proteinreiche Kost fördern Prostatawachstum)
In Westeuropa dürfen die Männer jedenfalls mit Problemen
seitens der Prostata rechnen. Wichtig ist hierbei die Tatsache, dass
es sich um einen sehr langsamen Prozess handelt, von dem der Patient
lange Zeit wenig bemerkt. So ist z.B. die Blasenmuskulatur in der
Lage, sich auf den erhöhten Widerstand durch die vergrößerte
Prostata einzustellen und diesen zu kompensieren. Bis es zum
Auftreten störender Symptome kommt, kann die Prostata also
bereits eine erhebliche Größe erreicht haben. Eine
einfache und leicht durchführbare Untersuchung zur Kontrolle der
Prostatagröße ist der Ultraschall.
Symptome einer vergrößerten
Prostata können sein:
- abgeschwächter Harnstrahl
- verzögerter Harnstrahl
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- wiederholtes, nächtliches Wasserlassen
- Nachträufeln des Urins
- Blasenentzündungen
- schmerzhaftes Wasserlassen
- Blut im Urin
- im Spätstadium der Harnverhalt
Therapie:
Bei frühzeitiger Diagnose lässt sich das Wachstum der Prostata durch Medikamente verlangsamen, die störenden Begleiterscheinungen können medikamentös gut beeinflusst werden. Im Spätstadium sind zur Vermeidung von dauerhaften Blasen- und Nierenschädigungen durch Urinrückstau operative Maßnahmen angezeigt.
