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Prostatakrebs

Daten und Fakten:

mittlerweile der häufigste Krebs beim Mann, die Zahle der jährlichen Neuerkrankungen liegt zurzeit bei über 60.000. Ein Auslöser ist nicht bekannt.

Folgende Beobachtungen sind von Belang:

  • zunehmendes Lebensalter, die Hälfte der Betroffenen ist über 70 Jahre.
  • genetische Disposition: Bei Erkrankung eines männlichen Verwandten ist das statistische Risiko, gleichfalls zu erkranken, deutlich erhöht. Auch bei Familien mit mehreren Brustkrebsfällen zeigt sich eine Häufung von Prostatakrebs. Hierbei ist wichtig, dass hier Krebsfälle oft ungewöhnlich früh, also bereits zwischen 40 und 50, auftreten können.
  • fettreiche Ernährung erhöht das Risiko.

Diagnostik:

Generell lässt sich sagen, dass Prostatakrebs in der Regel langsam wächst und bei rechtzeitiger Entdeckung heilbar ist. Meistens entsteht der Krebs in der äußeren Region der Prostata und ist somit ab einer bestimmten Größe als Verhärtung tastbar. Daher wird die Abtastuntersuchung im Rahmen der Vorsorge durchgeführt. Weitere Möglichkeiten zur Auffindung eventueller Prostatakrebsherde sind die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlten Leistungen des transrektalen Ultraschalls (TRUS) und der PSA-Bestimmung. Bei Verdacht auf Prostatakrebs ist eine Probenentnahme (Biopsie) aus dem verdächtigen Areal der nächste Schritt. Im Falle einer Bestätigung des Verdachts sind weitere Untersuchungen notwendig, um auszuschließen, dass sich eventuelle Absiedlungen (Metastasen) in anderen Körperregionen gebildet haben. Hierbei bedienen sich die Urologen der modernen bildgebenden Verfahren Knochenszintigramm und Computertomogramm. Nach Ausschluss von Metastasen kann dann in Ruhe mit dem Patienten die optimale Therapie besprochen werden.

Therapie:

Die Therapiemöglichkeiten beim Prostatakrebs sind zahlreich und müssen der Gesamtsituation des Patienten (Alter, Begleiterkrankungen) und dem Tumorstadium (lokal begrenzt, fortgeschritten) angepasst werden.

Grundsätzlich bestehen folgende Optionen:

  • chirurgisch: Entfernung der Prostata und der umliegenden Lymphknoten offen chirurgisch oder mittels Knopflochchirurgie (laparoskopisch).
  • radiologisch: Eine Bestrahlung der Prostata kann von innen (Seeds) mittels eingebrachter Hohlnadeln (High-Dose-Brachytherapie) oder von außen durchgeführt werden. Auch Kombinationen einer inneren und äußeren Bestrahlung sind möglich.
  • hormonell: Aufgrund der Testosteronabhängigkeit der meisten Prostatakrebse können diese durch medikamentösen oder chirurgischen Entzug des Hormons zeitweilig zum Stillstand gebracht werden.
  • chemotherapeutisch: Bei Metastasen und bei nicht hormonsensiblen Prostatakrebsen kann mit modernen Chemotherapeutika eine Verzögerung des Tumorwachstums erreicht werden. Eine Heilung gelingt jedoch meist nicht.

13.03.2011

Zwei Meldungen zum Thema Prostatakrebs lassen aufhorchen: im Forschungsjournal "Nature" berichten Forscher über die erstmalige vollständige Genanalyse von Prostatakrebszellen. Eine Presseinformation beleuchtet die Teilnahme deutscher Wissenschaftler an einem ehrgeizigen internationalen Projekt zur Genanalyse von unter 50-jährigen Prostatakarzinompatienten. Wie solche Forschungsvorhaben die Therapie dieser häufigen Krebserkrankung beeinflussen können, lesen Sie im Folgenden.

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