Röntgen
Die klassische Untersuchung der urologischen Ausscheidungsorgane
heißt Ausscheidungsurografie (AUG) und bedient sich der
Röntgentechnik in Kombination mit modernen Kontrastmitteln. Hier
der typische Ablauf: Der nüchterne Patient wird auf dem
Röntgentisch platziert und es wird eine sogenannte Leeraufnahme
gemacht. Sie hilft bei der Identifikation von Steinen und
dokumentiert das Fehlen störender Darmgase. Anschließend
wird per Kurzinfusion ein wässriges jodhaltiges Kontrastmittel
in den Blutkreislauf gespritzt. Dieses wird unmittelbar von den
Nieren aus dem Blut herausgefiltert und in den Urin abgegeben. Dabei
kontrastieren sich zunächst die Nieren und oberen Harnwege
(Frühaufnahme nach ca. sieben Minuten), anschließend die
unteren Harnwege und die Blase (Spätaufnahme nach ca. 15
Minuten). Bei Behinderung des Kontrastmittelabflusses (z.B. durch
einen Harnleiterstein oder -tumor) können auch Röntgenaufnahmen
nach einer oder sogar mehreren Stunden noch wichtige Informationen
erbringen. In der Hand des erfahrenen Urologen ist diese Untersuchung
unverändert eines der wichtigsten und aussagekräftigsten
diagnostischen Hilfsmittel, aus der sich zahlreiche Hinweise zur
weiteren Therapie ableiten lassen. Vor geplanten urologischen
Eingriffen gehört das AUG zum Standard.