Seed - Implantation
Spezielle Behandlungsmethoden des Prostatakarzinoms
Durch den Einsatz moderner Untersuchungsmethoden wie transrektaler
Ultraschall, PSA-Bestimmung und mehrfache ultraschallgesteuerte
Prostatagewebsentnahmen sind wir heute in der Lage, Prostatakrebs in
frühen Stadien zu entdecken. Als Folge dieser Entwicklung kommen
neben den traditionellen chirurgischen Behandlungsmethoden auch
alternative strahlentherapeutische Verfahren zur Anwendung, die bei
vergleichbar zuverlässiger Heilungschance geringere
Nebenwirkungen und kürzere Therapiezeiten bieten.
In den USA haben diese inzwischen die Operationen fast verdrängt. Es handelt sich um die so genannte Seed-Implantation. Hierbei werden kleine radioaktive Stäbchen unter Ultraschallkontrolle in die Prostata eingebracht und bewirken eine sehr intensive Bestrahlung des Prostatagewebes über einen Zeitraum von etwa drei Monaten. Das Nachbargewebe wie Darm, Blase oder Haut werden hierbei geschont, die Bestrahlung erfolgt ausschließlich in der Prostata. Die Behandlung dauert etwa zwei Stunden, erfolgt in Narkose und wird ambulant durchgeführt.
Afterloading
Ist der Prostatatumor in einem späteren Stadium diagnostiziert worden, kann als weitere Alternative die Afterloading-Therapie angeboten werden. Bei dieser Methode wird entsprechend dem höheren Risiko eine Kombination aus äußerer und innerer Bestrahlung vorgenommen. Die innere Bestrahlung der Prostata erfolgt über spezielle Hohlnadeln, die unter Narkose in die Prostata eingebracht werden. Nach der erfolgten Bestrahlung, die nur wenige Minuten dauert, werden die Hohlnadeln wieder entfernt. Dieser Eingriff wird zwei Mal im Abstand von ca. einer Woche durchgeführt.
Diese Behandlungen werden durch unsere Praxis in Kooperation mit einem Strahlentherapeuten angeboten.
